Migration & Vielfalt · München

Unser Fahrplan für den
Münchner Migrationsbeirat.

2026 – 2032

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München gehört
uns allen.

München ist eine Einwanderungsstadt. Mehr als die Hälfte der Menschen hier hat eine Migrationsgeschichte. Sie arbeiten in den Kliniken und auf den Baustellen, fahren U-Bahn und Bus, unterrichten, pflegen, gründen Betriebe. Sie halten die Stadt am Laufen. Sie sind nicht der Rand dieser Stadt. Sie sind München.

Doch noch immer entscheidet die Herkunft darüber mit, wie schnell ein Antrag bearbeitet wird, welche Chancen jemand auf dem Wohnungsmarkt hat, wer beruflich aufsteigen kann und wessen Stimme gehört wird. Das wollen wir ändern.

01

Für eine Verwaltung,
die ermöglicht.

Wer einen Aufenthaltstitel benötigt oder die Einbürgerung beantragt, wartet oft sehr lange. Eine moderne Stadtverwaltung darf Menschen nicht im Ungewissen lassen.

  • Deutlich mehr Personal in der Servicestelle für Zuwanderung und Einbürgerung
  • Verbindliche Bearbeitungsziele und öffentliche Berichterstattung über Wartezeiten
  • Digitale Antragsverfolgung und funktionierende digitale Anträge
  • Automatische Benachrichtigungen über fehlende Unterlagen und den Bearbeitungsstand
  • Mehrsprachige, verständliche und barrierefreie Kommunikation als Standard
  • Feste Ansprechstellen für besonders dringende und existenzielle Fälle
02

Eine Verwaltung, die Münchens
Vielfalt widerspiegelt.

Menschen mit Migrationsgeschichte müssen auf allen Ebenen vertreten sein - in der Ausbildung ebenso wie in Fach- und Führungspositionen.

  • Anonymisierte Bewerbungsverfahren in geeigneten Bereichen erproben
  • Verbindliche Zielwerte für mehr Vielfalt in Ausbildung und Führungspositionen
  • Regelmäßiger städtischer Diversitätsbericht mit nachvollziehbaren Zahlen
  • Interkulturelle Kompetenz und diskriminierungssensible Personalführung
  • Aktive Unterstützung bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse
  • Kommunales Welcome-Angebot aus einer Hand für internationale Fachkräfte
03

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt
konsequent bekämpfen.

Eine bezahlbare Wohnung zu finden ist in München für alle schwer. Wer zusätzlich wegen seines Namens, seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner Herkunft aussortiert wird, hat noch schlechtere Chancen.

  • Wissenschaftliche Testing-Verfahren, die Benachteiligung dokumentieren
  • Gestärkte städtische Antidiskriminierungsberatung
  • Niedrigschwellige, mehrsprachige Beratungs- und Beschwerdestelle
  • Unterstützung bei der rechtlichen Durchsetzung von Ansprüchen
  • Transparente Vergabekriterien bei der Münchner Wohnen
  • Städtische Melde- und Dokumentationsstelle für rassistische Vorfälle
04

Bildung
stärken.

Bildungschancen werden nicht erst im Klassenzimmer verteilt. Sie beginnen in der Kita, beim Zugang zu Betreuung, bei der Unterstützung der Eltern und bei Angeboten im eigenen Viertel.

  • Mehrsprachige und leicht verständliche Informationen über Kitas, Schulen und Fördermöglichkeiten
  • Elternlots:innen und feste Ansprechpersonen für Familien
  • Mehr Sprachförderung, ohne die Mehrsprachigkeit von Kindern abzuwerten
  • Ausbau von Schulsozialarbeit, Lernförderung und kostenfreien Bildungsangeboten
  • Begleitung beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf
05

Gesundheit & Pflege
für alle.

Gesundheit darf nicht von Sprache, Herkunft oder Versicherungsstatus abhängen. Wer eine Diagnose nicht versteht, kann keine selbstbestimmten Entscheidungen treffen.

  • Städtisch finanzierter Sprachmittlungsdienst für Praxen, Kliniken und Beratungsstellen
  • Mehrsprachige Gesundheitsinformationen zu Vorsorge und Patientenrechten
  • Dauerhafte Absicherung der Clearingstelle Gesundheit und anonymer Behandlungsschein
  • Ausbau psychotherapeutischer und psychosozialer Angebote
  • Kultursensible Versorgung und Beschwerdestelle für Diskriminierung
  • Schnellere Anerkennung ausländischer Pflege- und Gesundheitsabschlüsse
06

Religionsfreiheit
braucht Raum.

Religionsfreiheit darf nicht nur auf dem Papier stehen. Viele muslimische und alevitische Gemeinden leisten wichtige soziale und nachbarschaftliche Arbeit - oft in provisorischen Räumen.

  • Unterstützung bei der Suche nach geeigneten und dauerhaft nutzbaren Räumen
  • Frühe Berücksichtigung religiöser Gemeinden in der Stadt- und Bauleitplanung
  • Transparente und diskriminierungsfreie Vergabe städtischer Grundstücke
  • Ausreichend Flächen für muslimische Bestattungen und mehrsprachige Beratung
  • Regelmäßige Förderung des interreligiösen Dialogs
07

Dem Migrationsbeirat mehr
politisches Gewicht geben.

Der Migrationsbeirat vertritt über 400.000 Münchner:innen, die bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen nicht mitentscheiden dürfen. Wir wollen aus ihm eine politische Stimme machen, die nicht überhört werden kann.

  • Verankertes Rede- und Initiativrecht in allen zuständigen Stadtratsausschüssen
  • Eigenständige migrationspolitische Themen auf die Tagesordnung setzen
  • Öffentlich einsehbare Stellungnahmen der Referate zu Beschlüssen
  • Jährlicher Umsetzungsbericht und frühzeitige Einbindung
  • Eigenständig planbarer Etat und gut ausgestattete Geschäftsstelle
  • Mehrsprachige Wahlkampagne der Stadt und aktive Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinsam für ein München der gleichen Chancen

Integration ist keine Einbahnstraße.

Sie gelingt, wenn alle Menschen die gleichen Chancen erhalten, Verantwortung übernehmen und sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen können.

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